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15.12.2009, Halle
Fünf Jahre Vollgas und ein Diplom mit Bestnote
Mathias Dumke hat Vertrag in der Tasche - Nach fünf Jahren Pendeln zwischen Halle, Falkenberg und Zittau ist der frischgebackene Diplom-Ingenieur für Elektrotechnik, Mathias Dumke, am 1. Oktober wieder in seine Heimatstadt Halle zurückgekehrt.
Zwei Monate zuvor hat er sein Studium an der Fachhochschule (FH) Zittau mit der Note 1,0 abgeschlossen. Für diese herausragende Leistung hat enviaM dem 25-jährigen einen festen Arbeitsvertrag angeboten.
Ein Rückblick: Die Ausbildung war eine harte Zeit, denn Berufsausbildung und Vollzeitstudium waren in nur fünf statt siebeneinhalb Jahren zu absolvieren. "Ich habe dieses Angebot 2004 im Internet gefunden", erinnert er sich. 1998 hatten enviaM und FH Zittau den Studiengang ins Leben gerufen. Seither haben 54 Technikinteressierte die Ausbildung aufgenommen. So auch Mathias Dumke: "Für mich bestimmen Physik und Informatik den Alltag und Mathe macht mir einfach Spaß."
Die ersten vier Semester sahen jeweils zwei Wochen Berufsausbildung bei enviaM in Falkenberg und Studium an der FH im Wechsel vor. Das Abschlusszeugnis für den Jungfacharbeiter erhält er 2007. Von der IHK Cottbus wird Mathias Dumke als "Bester Jungfacharbeiter" ausgezeichnet. Danach: Vollzeitstudium mit dem Schwerpunkt Elektrische Energietechnik. Auf dem Studienplan stehen Regelungstechnik, Energieanlagen, gesetzliche Anforderungen, Mathematik, Informatik und Physik. Während der Semesterferien und des Praxissemesters arbeitet er bei der envia NSG im Spezialservice.
Eine Idee der Hallenser Kollegen folgend, baut er in dieser Zeit einen Schaltschrank, der Anforderungen simuliert, "die eine Schaltanlage an Sekundärgeräte stellt und mit denen Monteure in der Fläche konfrontiert werden", erklärt Mathias Dumke. Mitarbeiter können an dem Schrank neue Software testen sowie technische Schwierigkeiten nachvollziehen, die bei der Schutz- und Steuerungstechnik auftreten können. Schließlich ging es in Dumkes Diplomarbeit um die Auswirkngen der Dynamischen Netzstützung und damit theoretisch um die regenerativen Erzeugungsanlagen, die sich im Fehlerfall nicht vom Netz trennen lassen sollen.
Ausblick: Anschließend absolvierte er das High-Potenzial-Program an der Hochschule Mittweida, um Präsentationstechniken zu schulen. "Das ist mir schon etwas schwerer gefallen", gesteht Mathias Dumke. Privat spielt er Klavier, dessen Funktionsweise vielleicht genauso logisch ist, wie die eines Schaltkreises. Jetz gibt der Nachwuchs-Ingenieur erstmal Vollgas und startet seine Karriere bei enviaM.
Quelle: team, Ausgabe Dezember 2009


