Home .: Presse  .: Pressemitteilungen

Pressemitteilungen

07.08.2009, Weißenfels

Erst in Firma, danach zur Bundeswehr (Quelle: MZ Weißenfels 07.08.09)

"Es ist eine besondere Ehre für uns als Gastgeber. Dieses Modell ist ein Erfolgsprojekt für die Wirtschaft und die jungen Leute." Mit diesen Worten begrüßte der stellvertretende Kommandeur des Sanitätskommandos III, Oberstarzt Dr. Max Hagel, die Gäste in der Sachsen-Anhalt-Kaserne. Anlass war die Übergabe spezieller Ausbildungsverträge. Diese Veranstaltung fand in Weißenfels zum ersten Mal statt. Dabei lässt die Bundeswehr ihre zukünftigen Zeitsoldaten von der Wirtschaft ausbilden (siehe seit 1995 im Einsatz). Dieses Mal waren es zwölf Jugendliche aus Sachsen-Anhalt.

 

"Die meisten von Ihnen werden nach ihrer aktiven Dienstzeit in der Bundeswehr wieder in das zivile Berufsleben zurückkehren. Um Sie topaktuell auf die jeweiligen Gegebenheiten vorzubereiten, hält der Berufsförderungsdienst eine ganze Reihe von Leistungen für sie bereit. Auch nach der aktiven Zeit sind wir für sie da", btonte der Präsident der Wehrbereichsverwaltung Ost, Heinrich Michael Schrömbgens. "Sie bekommen für Jahre einen sicheren Arbeitsplatz und die Möglichkeit, berufsnah ausgebildet zu werden. Das ist eine Chance, die nicht jedem geboten wird", bekräftigte Generalmajor Heinrich Geppert. Es sei für die Bundeswehr wichtig, hoch qualifizierte Leute zu bekommen.

 

"Am 31. August geht es los. Ich will Mechatroniker werden", freute sich der 16 Jahre alte Marcel Förster aus Bernburg. Diesen Beruf will auch Christian Feist aus Rudolstadt ergreifen. "Mein großes Ziel ist eine zwölfjährige Feldwebellaufbahn." Er war auf einer Berufsmesse in Saalfeld auf diese Möglichkeit aufmerksam geworden. Der Hohenmölsener Dustin Isleb hatte bereits Praktika im Sanitätsbereich absolviert. "Ich bin über das Schaumburger Modell bestens informiert." Er hat einen Vertrag über neun Jahre unterschrieben und hofft auf eine Verlängerung.

 

"Wir waren eines der ersten Unternehmen, das sich an dem Modell beteiligt hat. Es ist ja auch nicht uneigennützig", so Personalvorstand Ralf Hiltenkamp von enviaM aus Chemnitz. Nicht nur er hofft, dass die Leute anschließend wieder zurückkommen. "Die Motivation ist besser, weil die Jugendlichen einen Arbeitsplatz sicher haben", sagte Bernd Koller Geschäftsführer der bildungszentrum energie GmbH Halle.

 

Modell: Seit 1995 im Einsatz

Beim Schaumburger Modell lässt die Bundeswehr ihren künftigen Nachwuchs an Zeitsoldaten noch vor Beginn der Wehrdienstzeit entsprechend ihres Bedarfs in technischen Bereichen durch die Wirtschaft ausbilden. Es wurde erstmals 1995 in Niedersachsen angewendet, seit 1998 bundesweit. 200 junge Leute pro Jahr in der gesamten Bundesrepublik können dieses Angebot in Anspruch nehmen. 140 angehende Soldaten kommen in diesem Jahr aus den neuen Bundesländern. Bezahlt wird der Zuschuss in Höhe von 250 Euro monatlich für das Unternehmen vom Finanzministerium.

 

Ansprechpartner:

Bernd Koller

Geschäftsführer

E-Mail: info@bze-online.de