Bester Jahrgangsabsolvent der Fachhochschule Zittau 2009
13.12.2009, Halle
Bester Jahrgangsabsolvent der Fachhochschule Zittau 2009
Nach fünf Jahren Pendeln zwischen Halle, Falkenberg und Zittau ist der 25 jährige Hallenser Mathias Dumke am 1. Oktober 2009 wieder in seine Heimatstadt Halle zurückgekehrt.
Der ehemalige KIA-Student der enviaM und bester Jahrgangsabsolvent der Fachhochschule Zittau 2009 hat sein Studium im August mit der Traumnote 1,0 abgeschlossen. Für diese herausragende Leistung hat enviaM Mathias Dumke einen festen Arbeitsvertrag angeboten. Seitdem beschäftigt sich der junge Mann intensiv damit, welche praktischen Auswirkungen die Nutzung der Dynamischen Netzstützung gemäß EEG auf das Mittel- und Hochspan-nungsnetz der enviaM haben können.
Insgesamt fünf Jahre hat seine Ausbildung gedauert. Eine harte und anstrengende Zeit, wie er verrät, denn Berufsausbildung und Vollzeitstudium sind komprimiert – statt siebeneinhalb Jahren nur fünf.
„Ich habe 2004 dieses Angebot im Internet gefunden“, erinnert er sich. 1997 hat die FH Zittau mit Unternehmen der Region diesen Studiengang ins Leben gerufen. Seit 1998 ist enviaM mit im Boot und hat seither maßgeblich Inhalt und Organisation dieses attraktiven Studienangebotes mitgestaltet. Allein bei enviaM haben seither 52 technisch interessierte Jugendliche diese Ausbildung aufgenommen. So auch Mathias Dumke, dessen Stärken eindeutig Mathematik, Physik und Elektrotechnik sind. Logisch muss es sein. „Für mich bestimmen Physik und Elektrotechnik den Alltag und Mathe macht mir einfach Spaß.“
Beim Rückblick auf die vergangenen 5 Jahre lässt Mathias die Stationen noch einmal Revue passieren. Nach dem Berufseinsteigerseminar und einem ersten Praktikum in der Ausbildung beginnt im Oktober 2004 der Studieneinstieg zunächst mit einem Mathe-Auffrischungskurs und einem anschließenden Vollzeitsemester an der Hochschule. Daran schließen sich 4 Semester im „Spezialmodell“ an - jeweils zwei Wochen Berufsausbildung in Falkenberg beim bze, der Ausbildungsgesellschaft der enviaM und zwei Wochen Studium in Zittau im Wechsel. Während der Semesterferien arbeitet Mathias Dumke im Unternehmen. Das Abschlusszeugnis für den Jungfacharbeiter hat er im Februar 2007 in der Tasche, auch hier schon mit dem Prädikat „sehr gut“. Von der IHK Cottbus wird er darüber hinaus als „Bester im Beruf“ ausgezeichnet. Im Hauptstudium geht es nun „vollzeit“ mit dem Schwerpunkt „Elektrische Energietechnik“ weiter. Auf dem Studienplan stehen u. a. Regelungstechnik, Elektroenergieanlagen, Elektroenergiesysteme, Schutz- und Leittechnik, regenerative Energien, Investition/Anlagenwirtschaft, logischerweise Mathematik, Informatik und Physik. Während der Semesterferien sowie im Praxissemester ist Mathias Dumke bei der envia NSG in der Abteilung Netzführung in der Gruppe Sekundärtechnik im Einsatz. In dieser Zeit baut er einen Laborschrank und setzt somit eine Idee der Hallenser Kollegen um, die schon seit mehreren Jahren existierte. „Dieser Schaltschrank verkörpert die Anforderungen, welche eine Schaltanlage an Sekundärgeräte stellt.“ Sozusagen ein Abbild der Wirklichkeit, an dem die Mitarbeiter technische Schwierigkeiten nachvollziehe, die bei der Schutz- und Steuerungstechnik auftreten können, an dem sie lernen und an dem sich neue Software ganz einfach testen lässt.
In seiner Diplomarbeit geht es schließlich um die Auswirkungen der Dynamischen Netzstüt-zung und damit theoretisch um die regenerativen Erzeugungsanlagen, die sich im Fehlerfall nicht vom Netz trennen sollen. Offenbar waren seine Überlegungen für seinen Professor so interessant, dass die Verteidigung der Arbeit ganze drei Stunden dauerte - üblich ist eine. Der Lohn - Abschlussnote: 1,0. Nebenbei absolviert er noch das High-Potenzial-Programm an der Hochschule Mittweida, um sich in Präsentationstechniken, sozialen und so genannten weichen Faktoren fortzubilden. „Das ist mir schon etwas schwerer gefallen“, sagt der be-scheidene junge Mann freundlich. Kein Wunder, dass er in seiner Freizeit lieber Klavier spielt. „Ich spiele seit ich neun Jahre alt bin. Die Klaviatur ist einfach aufgebaut. Zwischen einer Oktave liegen zwölf Tasten.“ Das ist doch logisch.
Bleibt dem jungen Mann zu wünschen, dass er nun mit einem festen Vertrag in der Tasche im betrieblichen Alltag genau so durchstartet, wie er die bisherigen Stationen gemeistert hat. Dafür schon mal viel Erfolg.



